Grundstückswert ermitteln

30. Januar 2026

Grundstückswert ermitteln: so berechnen Sie den realistischen Wert Ihres Grundstücks

Wenn Sie wissen möchten, was Ihr Grundstück wirklich wert ist, steckt dahinter fast immer ein klarer Anlass: Sie planen den Verkauf, sprechen mit der Bank oder müssen in der Familie fair entscheiden. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Grundstückswert ermitteln können, welche Punkte die Bewertung in der Praxis spürbar verändern und wann ein Gutachten Ihnen die meiste Sicherheit gibt.


Als Immowert Experten unterstützen wir Sie mit fundierter Wertermittlung und langjähriger Erfahrung, damit Sie den Grundstückswert realistisch einordnen und sicher handeln können.

Das Wichtigste in Kürze

Wer den Grundstückswert ermitteln möchte, kann mit einer einfachen Formel starten: Bodenwert = Bodenrichtwert × Grundstücksfläche. Das Ergebnis ist jedoch nur ein Orientierungswert, weil Bodenrichtwerte Durchschnittswerte für Zonen sind und Ihr konkretes Grundstück nicht vollständig abbilden.

 

In diesem Beitrag erfahren Sie kompakt:

  • wie Sie Bodenrichtwert, Grundstücksfläche und Bodenwert richtig einordnen
  • welche Faktoren den Wert am stärksten verändern: Bebaubarkeit, Erschließung, Grundbuchrechte und Mikrolage
  • woran Online Rechner scheitern und welche typischen Fehler Eigentümer machen
  • wann ein Gutachten bei Verkauf, Finanzierung, Erbschaft oder Scheidung die belastbarste Grundlage ist

Warum es wichtig ist, den Grundstückswert zu ermitteln

Der Wunsch, den Grundstückswert ermitteln zu wollen, entsteht meist aus einem klaren Anlass: Sie planen den Verkauf, sprechen mit der Bank oder möchten eine belastbare Grundlage für wichtige Entscheidungen. Der Grundstückswert entscheidet dabei oft über sehr viel Geld, weil schon kleine Abweichungen pro Quadratmeter schnell mehrere tausend Euro Unterschied bedeuten.

 

Besonders relevant ist das Ermitteln des Grundstückswerts bei Erbschaften, Scheidungen, Schenkungen oder wenn ein Grundstück als Sicherheit dienen soll. Wer den Grundstückswert berechnen möchte, merkt schnell, dass Angebotspreise und schnelle Online-Schätzungen selten die Besonderheiten des eigenen Grundstücks sauber abbilden.

Was bedeutet Grundstückswert genau

Der Grundstückswert beschreibt den Wert des Bodens unter normalen Marktbedingungen. Wer ihn ermitteln will, ermittelt keinen Wunschpreis, sondern einen nachvollziehbaren Wert, der sich aus Markt und Rahmenbedingungen ableiten lässt.

 

Bei der Berechnung des Grundstückswerts spielen typischerweise Lage, Größe, Zuschnitt, Bebaubarkeit, Erschließung, Rechte im Grundbuch und die aktuelle Nachfrage eine zentrale Rolle. Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren macht den Grundstückswert realistisch.

Bodenrichtwert als Startpunkt

Viele Eigentümer möchten zuerst den Grundstückswert berechnen, indem sie den Bodenrichtwert heranziehen. Das ist sinnvoll, weil der Bodenrichtwert eine offizielle Orientierung für typische Bodenwerte in einer Lagezone liefert.

 

Die einfache Berechnung des Grundstückswerts lautet: Bodenwert = Bodenrichtwert (Euro pro Quadratmeter) × Grundstücksfläche (Quadratmeter). Damit können Sie den Grundstückswert grob einordnen. Wenn jedoch Zuschnitt, Lage oder Baurecht abweichen, kann der reale Grundstückswert deutlich über oder unter dieser Zahl liegen.

Grundstückswert ermitteln: warum Online Ergebnisse oft abweichen

Viele Eigentümer möchten den Grundstückswert ermitteln und nutzen dafür kostenlose Tools. Diese helfen bei der Errechnung als grobe Orientierung, aber sie prüfen selten die Punkte, die den Grundstückswert tatsächlich verändern.

 

Typische Grenzen, wenn Sie den Grundstückswert über Online Rechner berechnen:

  • Bebaubarkeit wird nur pauschal angenommen
  • Erschließung und mögliche Beiträge fehlen
  • Grundbuchrechte werden nicht berücksichtigt
  • Mikrolage und Zuschnitt werden zu grob bewertet
  • Vergleichspreise sind oft zu ungenau gewählt

 

Wenn Sie den Grundstückswert ermitteln möchten, sollten Sie solche Ergebnisse als Startwert betrachten, nicht als finale Entscheidung.

Methoden im Vergleich

Damit Sie schnell sehen, welche Methode wofür sinnvoll ist, finden Sie hier einen direkten Vergleich der gängigsten Vorgehensweisen.

Methode

Vorteil

Nachteil

Geeignet, wenn Sie den Grundstückswert ermitteln für

Bodenrichtwert × Fläche

Schnell, einfache erste Orientierung

Sehr grob, Besonderheiten werden kaum berücksichtigt

Erste Preisidee, bevor Sie tiefer prüfen

Online Rechner

Sofortiges Ergebnis, bequem

Häufig ungenau, Baurecht und Grundstücksdetails fehlen

Grobe Einordnung, wenn Unterlagen noch fehlen

Sachverständigen Gutachten

Präzise, nachvollziehbar, berücksichtigt alle Wertfaktoren

Kostenpflichtig, benötigt Unterlagen und Termin

Verkauf, Finanzierung, Erbschaft, Scheidung oder Streitfälle

 

Wann eine professionelle Bewertung sinnvoll ist

In vielen Fällen reicht es nicht, den Grundstückswert berechnen zu wollen, weil Sie mehr als eine Zahl brauchen. Sie brauchen eine Herleitung, die auch einer kritischen Nachfrage standhält.

 

Ein Grundstückswert Gutachten ist besonders sinnvoll bei:

  • Verkauf eines Baugrundstücks oder Teilverkauf
  • Erbschaft, Schenkung oder Erbengemeinschaft
  • Scheidung und Zugewinnausgleich
  • Finanzierung oder Beleihung
  • Streit über den richtigen Grundstückswert

 

Als erfahrene Immobiliengutachter in Ingolstadt erstellen wir von Immowert Experten Bewertungen mit klarer Herleitung, damit Sie Entscheidungen sicher treffen und begründen können.

Lage ist mehr als die Postleitzahl

Wer den Grundstückswert ermitteln möchte, unterschätzt häufig die Mikrolage. Zwei Grundstücke können im gleichen Ort liegen und dennoch sehr unterschiedliche Werte haben. Beim Berechnen macht es einen Unterschied, ob das Grundstück ruhig liegt, wie die Sonne fällt oder ob Verkehrslärm eine Rolle spielt.

 

Für die Berechnung des Grundstückswerts sind typische Lagefaktoren:

  • ruhige oder stark befahrene Straße
  • Nähe zu Schulen, Einkauf, Ärzten und ÖPNV
  • Umfeldbebauung und Nachbarschaft
  • Ausrichtung und Aussicht
  • Eckgrundstück oder Hinterlieger

 

Je besser die Mikrolage, desto eher liegt der Grundstückswert über dem Bodenrichtwert. Je problematischer die Lage, desto eher fällt er darunter.

Bebaubarkeit als Werttreiber

Wenn Sie den Grundstückswert ermitteln, entscheidet oft nicht die Größe, sondern die Nutzungsmöglichkeit. Je mehr Bebauung zulässig ist, desto höher fällt der Grundstückswert meist aus. Umgekehrt senken Einschränkungen im Baurecht den Wert spürbar, selbst wenn der Bodenrichtwert hoch wirkt.

 

Wichtige Punkte bei der Berechnung zur Bebaubarkeit:

  • Bebauungsplan, Baugrenzen und mögliche Geschosszahl
  • GRZ und GFZ, also wie dicht gebaut werden darf
  • Nutzung als Wohnen oder Gewerbe
  • Innenbereich oder Außenbereich
  • Baulasten, Abstandsflächen und Leitungsrechte

 

Wer den Grundstückswert berechnen möchte, sollte deshalb nicht automatisch von Bauland sprechen, nur weil in der Umgebung gebaut wurde. Entscheidend ist, was konkret für dieses Grundstück gilt.

Erschließung: warum der Grundstückswert dadurch sinken kann

Viele Eigentümer wollen den Grundstückswert ermitteln, berücksichtigen aber die Erschließungskosten zu spät. Für Käufer ist das ein zentraler Punkt. Wenn ein Grundstück noch nicht vollständig erschlossen ist, kann das den Grundstückswert deutlich drücken.

 

Bei der Berechnung des Grundstückswerts sollten Sie klären:

  • Ist das Grundstück voll erschlossen
  • Gibt es offene Erschließungsbeiträge
  • Sind Wasser, Abwasser, Strom, Straße und Internet verfügbar
  • Gibt es Besonderheiten, die Zusatzkosten verursachen

 

Wenn Sie den Grundstückswert berechnen möchten, lohnt sich hier eine saubere Prüfung, weil sich Kosten schnell im fünfstelligen Bereich bewegen können.

Rechte und Belastungen: die unsichtbaren Faktoren beim Grundstückswert

Wenn Sie den Grundstückswert ermitteln, sollten Sie an Dinge denken, die man nicht sieht. Grundbuchrechte und Belastungen können den Grundstückswert senken, weil sie Nutzung und Verkauf einschränken.

 

Typische Themen für die Berechnung sind:

  • Wegerechte und Fahrrechte
  • Leitungsrechte
  • Dienstbarkeiten
  • Nießbrauch oder Wohnrecht
  • ungeklärte Grenzverläufe

 

Gerade wenn mehrere Parteien beteiligt sind, ist ein Gutachten hilfreich, weil es die wertrelevanten Besonderheiten klar einordnet.

Regionale Unterschiede beim Grundstückswert richtig einordnen

Den Grundstückswert zu ermitteln ist immer standortabhängig. Märkte unterscheiden sich regional deutlich. Ein Grundstück in Freising entwickelt andere Preise als ein vergleichbares Grundstück in Kelheim. 

Wenn Sie den Grundstückswert berechnen, müssen Sie deshalb auch lokale Vergleichspreise und die tatsächliche Nachfrage berücksichtigen.

Neben unserer Tätigkeit als Immobiliengutachter Freising unterstützen wir auch bei der Immobilienbewertung in Kelheim, um regionale Marktgegebenheiten bei der Berechnung des Grundstückswerts korrekt einzubeziehen.

Grundstückswert ermitteln als Basis für Verkauf und Entscheidung

Die Ermittlung des Grundstückswerts ist die Grundlage für wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen. Wer den Grundstückswert berechnen möchte, kann sich eine erste Orientierung schaffen. Für belastbare Entscheidungen braucht es jedoch eine strukturierte Vorgehensweise und einen Blick auf alle wertrelevanten Faktoren.

Wenn Sie den Grundstückswert ermitteln lassen möchten, unterstützen unsere Immobiliengutachter in Ingolstadt Sie mit fundierter Bewertung und klarer Herleitung.

Wenn zusätzlich Themen wie wirtschaftliche Restdauer oder steuerliche Einordnung eine Rolle spielen, kann ein Restnutzungsdauergutachten in Ingolstadt eine sinnvolle Ergänzung sein.

Fazit: Grundstückswert ermitteln mit Struktur und Fachwissen

Den Grundstückswert zu ermitteln bedeutet, den realistischen Marktwert Ihres Grundstücks objektiv und nachvollziehbar zu bestimmen. Es ist möglich, den Grundstückswert berechnen zu wollen und mit Bodenrichtwert und Fläche zu starten. Diese Berechnung bildet aber nur einen Näherungswert ab.

Lage, Bebaubarkeit, Erschließung, Rechte und Marktsituation entscheiden darüber, ob Ihr Grundstückswert realistisch ist. Ein Grundstückswert Gutachten schafft Transparenz und schützt vor Fehlentscheidungen, besonders bei Verkauf, Finanzierung oder rechtlichen Fragestellungen.

Wenn Sie den Grundstückswert ermitteln möchten, unterstützen wir Sie von Immowert Experten mit fachlicher Expertise und klarer Herleitung.

FAQ: Häufige Fragen zum Thema

Was ist der Unterschied zwischen Bodenrichtwert und Grundstückswert?

Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Orientierungswert je Quadratmeter in einer Zone. Der Grundstückswert ist der realistische Marktwert, den Sie beim Ermitteln unter Berücksichtigung von Lage, Bebaubarkeit, Erschließung und Rechten ableiten.

Wie kann ich den Grundstückswert ohne Vergleichspreise berechnen?

Für eine erste Berechnung nutzen Sie den Bodenrichtwert mal Fläche. Wenn Sie den Grundstückswert ermitteln möchten, sollten Sie zusätzlich Bebaubarkeit, Erschließung und Lagefaktoren prüfen, weil diese den Grundstückswert stark verändern können.

Welche Unterlagen helfen, den Grundstückswert realistisch zu ermitteln?

Für den Grundstückswert sind Bodenrichtwert, Flurkarte, Grundbuchauszug, Bebauungsplan und Informationen zur Erschließung besonders hilfreich. Je besser die Unterlagen, desto genauer wird die Berechnung.

Wie beeinflusst die Bebaubarkeit die Berechnung des Grundstückswerts?

Die zulässige Bebauung entscheidet maßgeblich über den Wert. Je mehr Wohn- oder Nutzfläche nach Bebauungsplan oder Umgebung zulässig ist, desto attraktiver ist das Grundstück für Käufer. Begrenzungen durch Baugrenzen, GRZ/GFZ, Geschosszahl, Baulasten oder Rechte im Grundbuch wirken dagegen wertmindernd, selbst wenn der Bodenrichtwert hoch ist.

Was ist Ihr Grundstück wert?

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